Ich habe gerade über Twitter von den Last.fm Neuigkeiten gehört - OliverG schreibt last.fm frees the music online, womit er Richard Jones vom Last.FM Blog zitiert. Natürlich musste ich mir das sofort anschauen - und was macht Last.FM. Es hat verschiedene Tracks als Komplettversion auf ihrer Website zum Anhören angeboten. Was daran “Freeing” ist, ist mir noch zu erklären.
Letztendlich versucht Last.FM die Musikzuhörer auf ihrer Website zu “zentralisieren” - im Sinne von Rod Beckstrom’s “The Starfish and the Spider” - ist Last.FM nur eine weitere Spinne, aber kein Seestern. Rod schreibt in seinem Buch: “It’s a easy to mistake a starfish for spiders.” Der Seestern ist ein Netzwerk von Zellen - die Spinne dagegen ein Kreaturen mit acht Beinen an einem Körper. “If you chop off the spider’s head, it dies.”
Monthly Archive for January, 2008
Seit ich ihn ‘89 mal auf N3 mit einem Live-Konzert gesehen habe, bin ich ein Fan, MP3-Konsument und Käufer aller seiner Alben (soviel zum Thema Verlust der zentralisierten Musikbranche durch den P2P-MP3-Tausch) - wenn etwas gut ist, will ich es in meiner Sammlung haben(!):
YouTube Direkt
Das mit der Beitragsfrequenz hier im Blog muss ich erst noch lernen. Eigentlich wollte ich dieses Blog nur inhaltsreich und mit klugen Beiträgen rund um das Thema “Dezentralisierung in Unternehmen” befüllen - aber dafür braucht es Zeit und die ist derzeit mal wieder komplett knapp bemessen.
Dabei ist es ja nicht so, dass es nichts zu erzählen gibt. Aber vieles von dem, was mich derzeit beschäftigt, dreht sich nur um die Programmgestaltung der verschiedenen Social Web WORLD und ECM WORLD Veranstaltungen.
So z.B. um die Ergänzung beim Enterprise 2.0 SUMMIT - da konnte ich noch Wieland Stützel von der Fraport AG gewinnen. Er spricht über das Projekt “Skywiki”, was ein Wiki-basiertes Wissensmanagement für die 14.000 Mitarbeiter der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens bereitstellen soll. Leider ist immer noch ein Case noch nicht final bestätigt - hier geht es um einen Case über den Einsatz eines Web OS - hat also jemand hier noch alternative Vorschläge? Bin sehr offen - für jeden Tipp, der zu einem Anwendervortrag führt, gibt es auch eine Freikarte!
Interessant sind sicherlich auch noch die Ergänzungen zum eigentlichen Konferenzprogramm: So die E2.0 MasterClass von und mit Dion Hinchcliffe am 05. März, die verschiedenen E2.0-relevanten Session auf der CeBIT Content Management Arena vom 05. bis zum 08.03., der Web 2.0 Startup-Event (in Kooperation mit HannoverImpuls und HannoverIT - Ankündigung in Kürze!) am Samstag auf der Arena und die Enterprise 2.0 OPEN am Sonntag auf der Arena, die noch dringend Unterstützung braucht!
Ist also eine kompakte Enterprise 2.0 Woche und sicherlich für jeden etwas dabei - mit dem wir uns nicht hinter amerikanischen Veranstaltungen verstecken müssen. Vielmehr sehe ich auch, dass Enterprise 2.0 ja immer ein Thema ist, das einen Kulturwandel nach sich zieht - und da sind die Veränderungen, die durch Social Software und Web 2.0 in europäischen Unternehmen angestoßen werden, doch etwas anders gelagert als im angelsächsischen Raum. Wir werden das schon im Vergleich der Fallstudie BBC versus die Fallstudien Fraport, BTicino und SFR sehen. Wir - Mitteleuropäer - sind doch noch viel hierarchischer im Denken und Organisieren - als es die liberale Welt des angelsächischen und auch skandinavischen Sprachraums (siehe hierzu auch den Case von Motorola) ist. Gerade von der Gegenüberstellung der verschiedenen Cases aus unterschiedlichen Kulturkreisen verspreche ich mir einiges von der Veranstaltung.
Apropos BBC - da ist etwas abseits der E2.0 Thematik noch zu erwähnen, dass wir BBC als Fallstudie mit Ian Forrester auch beim Social Media FORUM schon im Februar haben. Hier geht es um Ausrichtung von Medienunternehmen im Social Media Umfeld. Letztendlich wird man hier die Blüten dessen sehen, die Euan Semple mit seinem Projekt bei der BBC angestoßen hat.
Insgesamt gibt es also viel zu erzählen - und viel rund um die Veranstaltungen noch vorzubereiten. So sind gerade Hintergrundberichte und Interviews in Arbeit, die in Kürze noch publiziert werden.
PS: Nun hat der Beitrag ja doch noch Inhalte bekommen. ![]()
1) MGM’s Mistake And the Apache Mystery
- when attacked, a decentralized organization tends to become even more open and decentralized
Beispiel:
- P2P File Sharing: die Verurteilung von Napster brachte 5 neue Netzwerke hervor
- Indianerstamm Apache: Zerschlagung einer Stammesgruppe führte zu x neuen Stammesgruppen
Prinzip des Seestern: If you cut an arm off, most of these animaly grow a new arm.
2) The Spider, the Starfish, and the President of the Internet
It’s a easy to mistake a starfish for spiders
Starfish - ist ein Netzwerk von Zellen (means: for the starfish to move, one of the arms must convince the other arms that it’s a good idea to do so!)
Spider - is a creature with eight legs coming out of a central body. If you chop off the spider’s head, it dies.
3) A Sea of Starfish
4) Standing On Five Legs
5) The Hidden Power of Catalyst
6) Taking on Decentralization
7) The Combo Special: The Hybrid Organization
In Search of the Sweet Spot
9) The New World
Die Schließung des Bochumer Nokia-Werkes beschäftigt die Politiker - natürlich auch weil Landtagswahlen vor der Tür stehen und Solidarität mit den Wählern immer ein guter Stimmenfänger ist. Aber wenn ich über Debatten zu einem “Karawanen-Kapitalismus” lese, dann frage ich mich doch, in welchen Jahrhundert leben unsere Politiker. Erst locken die Damen und Herren mit unseren Steuergeldern die Firmen ins Land, geben ihnen damit über die Subventionen einen Preisvorteil, der aber im globalen Wettbewerb einfach nur von kurzfristiger Dauer ist.
Der Punkt ist doch, wenn wir Firmen wie Nokia u.a. nicht einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil bieten können, dann brauchen wir uns doch nicht wundern, wenn sie weiterziehen. Jeder von uns Verbrauchern (Politiker eingeschlossen) macht doch genauso rationale Entscheidungen über sein Haushaltseinkommen, warum sollte ein auf Profit ausgerichtetes Unternehmen sich da anders verhalten?
Die führenden Unternehmen im globalen Wettbewerb kennzeichnen sich durch ihre vernetzten und dezentralen Organisationen, die flexibel, agil und kurzfristig Situations-spezifisch handeln. Jede Arm der Organisation ist flexibel veränderbar und austauschbar. Ein Werk von Nokia in Bochum ist nichts anders - wenn die Existenz des Werkes nur auf dem finanziellen Vorteil aufbaut, dann ist das kein nachhaltiger Grund. Nachhaltig wären Innovationspotentiale aufgrund enger Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen etc., das sind Vorteile, die auch einen globalen Wettbewerber zum Bleiben bewegen könnte.
Ich denke, die Damen und Herren Politiker sollten sich einmal mehr mit den Auswirkungen der Internet-Wirtschaft beschäftigen. Als Bücher für den Einstieg hierzu empfehle ich Don Tapscott’s Buch “Wikinomics” oder Rod Beckström’s “The Starfish and the Spider” (übrigens der Ausgangspunkt für den Titel dieses Blogs!).
Ich bin gerade in den Planungen der Social Web Breakfast. Für den kommenden Termin in Hamburg am nächsten Freitag konnte ich gestern noch kurzfristig Björn Schäfers von Smatch.com gewinnen, der mit uns das Thema Social Commerce diskutieren wird. Hierbei geht es um Community-basierte Verkaufskonzepte - die mit Hilfe der Community den Verkaufsakt von einer selbst bestimmten und souveränen Einzelaktion bzw. -entscheidung in einen gemeinschaftlichen Kontext setzt, bei dem die Gemeinschaft evt. entscheidungsbeeinflussend wird.
Es geht also um die Integration der Marktgespräche - wie es das Cluetrain Manifesto bezeichnet - in die elektronische Kaufaktion. Und das ist ja als grundsätzliches Muster für Konzepte im Social Web zu sehen. Marketing-Ansätze, die auf dieses Muster ausgerichtet sind, werden im angelsächsichen Sprachgebrauch auch als Conversational Marketing (habe mich hierzu auch hier schon ausgelassen!) bezeichnet.
Bleibt die Frage, inwieweit hat dieser konzeptionelle Ansatz auch Auswirkung auf das Design von Web-Diensten? Ja - es hat natürlich Auswirkungen - sonst wären ja die ganzen Web 2.0 Dienste irgendwie nicht auch design-technisch etwas Besonderes. Hier spricht man dann von Conversational Design - und welche Grundsätze hierfür gelten hat Pedro Custodio bei der Web 2.0 EXPO in einem Vortrag deutlich gemacht - hier sein Blog-Eintrag mit den Folien! Am 27.02. würde ich gerne das Thema beim Social Web Breakfast in Köln thematisieren - und nun meine Frage - wer beschäftigt sich mit diesem Thema näher und kann hierzu eine Einleitung machen?
Ich habe nun mal dieses Blog mit dem K2-Template “angehübscht” - das Header-Image ist noch ein Provisorium - muss erst noch nach etwas Passendem suchen - hat jemand eine Idee?
As we want to gather the European community regarding the Enterprise 2.0 topic we came up with the idea of a special community offering:
With the promotion code “E20FRIENDS” you will be able to attend the conference at a price of EUR 150 - instead of EUR 490. This code is not officially published as we see it as a special offering to the community.
You may pay either by invoice (esp. for Germans) where you just put this code in the field on the registration form - or via Amiando who is offering credit card payment and PayPal. At Amiando you have to provide the code on the first screen in order to get this ticket offering.
At Kongress Media we are very excited about the Enterprise 2.0 SUMMIT - and we hope to get you also excited: So - in order to give you an idea about the speaker we have invited I have listed some more background links about some of them:
- Simon Wardley (watch this: http://www.vimeo.com/371941/)
- Dion Hinchcliffe (read this: http://blogs.zdnet.com/Hinchcliffe/?p=155)
- Euan Semple (watch this: http://www.businessinnovationfactory.com/innovationstorystudio/bif3_esemple.php)
- Kenneth Larvsen (read this: http://twiki.org/cgi-bin/view/Main/TWikiSuccessStoryOfMotorola)
- Jenny Ambrozek (read this: http://c21org.typepad.com/21st_century_organization/2007/09/prediction-mark.html)
Well - I have to say a big thank you to all that helped on the programm - especially the support that was added by the Advisory Board of the SUMMIT (see http://www.enterprise2.0-summit.de/about/advisory-board.html).
Some of them already have expressed their own views and thoughts about the programm. For example - Emanuel Quintarelli at http://www.socialenterprise.it/index.php/2008/01/03/enterprise-20-summit-cebit-2008/ (only in Italian - but if you are able to understand Italian, it is worth following it!).